#24 Im Gespräch mit Katrin Hill – Facebook Expertin
#24 Im Gespräch mit Katrin Hill - Facebookexpertin
Katrin Hill gehört heute zu den bekanntesten Online-Marketing-Expertinnen in Deutschland – doch ihr Weg in die Selbstständigkeit war alles andere als geplant. Aufgewachsen in einer Unternehmerfamilie, wollte sie eigentlich nie „selbst und ständig“ arbeiten. Doch eine Reise nach Neuseeland veränderte alles: Durch einen glücklichen Zufall landete sie in der Welt des Online-Marketings und baute daraus ihr eigenes Millionen-Business auf. Im Interview erzählt sie, wie aus einem Praktikum eine internationale Karriere wurde, warum sie sich leidenschaftlich für Frauen in der Wirtschaft einsetzt und welche Herausforderungen sie auf ihrem Weg gemeistert hat.
Zur Inspiration für die Selbstständigkeit:
„Die Selbstständigkeit war für mich eher ein Zufall. Ich wollte nie ‚selbst und ständig‘ arbeiten wie meine Eltern – und doch liegt Unternehmertum wohl in meinen Genen.“
Vom Zufall zur erfolgreichen Unternehmerin: Katrin Hills inspirierende Reise
Dani: Was hat dich dazu inspiriert, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen?
Katrin: Ich wollte eigentlich nie selbstständig sein. Meine Eltern haben ein Gartengeräte Geschäft und haben selbst und ständig gearbeitet. Das wollte ich nicht. Ich war zwar nicht lange angestellt, habe aber gemerkt, dass ich auch dort sehr viel mehr gearbeitet habe, als die anderen. Liegt wahrscheinlich in meinen Genen. Selbstständig bin ich dann eher zufällig geworden. 2011 bin ich nach Neuseeland gegangen und wollte mehrere Jahre bleiben. Ich habe also eine feste Arbeitsstelle gesucht. In den ersten Monaten also noch Kiwibäume beschneiden, im Parkhaus Kiwis packen, im Restaurant kellnern, putzen im Krankenhaus, habe ich nach zwei Monaten ein Praktikum bei einem Marketing Berater bekommen. Er war auf offline Marketing wie Radio und Zeitung spezialisiert und gründete schon nach zwei Wochen eine eigene Firma für mich mit online Marketing: Web Angels. Die Selbstständigkeit war also Zufall. Auch in Deutschland blieb ich dabei und betreute die neuseeländischen Kunden weiter. Erst fünf Jahre später stand meine aller erster onlineKurs.
Dani: Warum ist es dir so wichtig, dich für die Initiative „FRAUEN unternehmen“ zu engagieren?
Katrin: Ich bin über eine Kundin damals auf die Initiative aufmerksam geworden. Ich fand besonders toll, dass es eine der Bedingungen war in Schulen und Universitäten, vor allem für junge Frauen und Jugendliche Aufklärungsarbeit zu leisten, was wir Frauen alles erreichen können. Ich finde es unglaublich toll, als Vorbild voranzugehen und anderen Mut zu machen. Wenn ich das kann, als Mädchen vom Dorf in Mecklenburg-Vorpommern ein Millionen-Business aufzubauen, dann kann es jede(r).
Dani: Welche besonderen Stärken bringen Frauen deiner Meinung nach als Unternehmerinnen mit?
Katrin: Ich sehe uns vor allem in der Führungsstärke. Wenn wir den Mut haben, groß zu werden, können wir die Welt verändern. Wir sind so viel bessere Führungskräfte als Männer. Nichts gegen die Männer, aber ich habe eine ganz andere Herangehensweise mit meinem Team. Wir sind #gemeinsamstark, kollaborativ und arbeiten nicht gegeneinander, sondern miteinander. Allein der Unterschied, wie wir mit der künstlichen Intelligenz sprechen, ist enorm. Das einzige Problem, das wir haben, ist der Mut. Viele trauen sich gar nicht erst so groß zu denken. Genau dort möchte ich ansetzen.
Zur Rolle von Frauen als Unternehmerinnen:
„Wenn wir den Mut haben, groß zu denken, können wir die Welt verändern. Frauen sind oft die besseren Führungskräfte – wir arbeiten kollaborativ, nicht gegeneinander.“
Zum Wunsch für die nächste Unternehmerinnengeneration:
„Wir Frauen machen uns oft viel zu klein. Ich wünsche mir ein neues Unternehmerinnen-Mindset – mehr Selbstvertrauen, mehr Mut, größer zu denken.“
Dani: Wie hat deine Kindheit auf dem Dorf und die Selbständigkeit deiner Eltern deine eigene Unternehmerreise geprägt?
Katrin: Ich wollte eigentlich nie selbst und ständig arbeiten, wie meine Eltern. Ich bin ein totaler Team-Mensch und liebe meine Freiheit. Mit 16 bin ich schon ein Jahr in die USA gegangen zu einer Gastfamilie und habe einen amerikanischen Highschool Abschluss gemacht. Nach dem Abi ging es dann zum Studium: internationales Tourismus Management. Ich habe mich aber von dem Mindset im Dorf nie unterkriegen lassen. Im Gegenteil. Die Reiseziele waren immer etwas ausgefallener. Ein Studiensemester in Südafrika, ein Jahr in Südamerika, den Start der Selbstständigkeit in Neuseeland. Schau auf die Weltkarte und suche den weit entferntesten Ort: da bin ich hin. Meine Eltern haben mich gelehrt, dass alles möglich ist und mich auf meinem Weg unterstützt. Das weiß ich auch heute noch sehr zu schätzen. Die vermeintlichen Grenzen habe ich einfach ignoriert.
Dani: Was liebst du am meisten daran, als Online-Unternehmerin zu arbeiten?
Katrin: Ich liebe alles daran Online Unternehmerin zu sein. Die Arbeit selbst liegt mir zum einen total. Ich liebe Technik, Neues zu lernen (Was im online Marketing ja unerlässlich ist), die Arbeit am Handy und der Austausch mit der Community, die Live Calls im Zoom und noch so viel mehr daran. Dann liebe ich es auch kein Büro zu haben mit meinem Team. Das ist es gar kein Problem meine Mittagspause auf der Couch zu verbringen oder einfach mal spazieren zu gehen - ohne schlechtes Gewissen. Wenn meine Kids krank sind, für sie da zu sein. Flexible Arbeitszeiten zu haben und jederzeit reisen zu können. In der Bahn produktiv zu sein und im Flieger Newsletter zu schreiben: genau die Art von Freiheit, die ich immer haben wollte. Ich finde es auch unheimlich spannend, mein Team aus der Ferne zu führen. Einmal im Jahr treffen wir uns zu einem mehrtägigen Retreat und denken gemeinsam groß. Und zwischendurch sehen wir uns auch immer wieder so wie letztes Wochenende bei einem Event in Köln.
Dani: Welche Herausforderungen hast du auf dem Weg zur erfolgreichen Facebook-Spezialistin gemeistert – und was hast du daraus gelernt?
Katrin: Es gab sehr viele Herausforderungen auf meinem Weg. Mein Umfeld hat nicht immer an mich geglaubt, und davon hab ich mich nicht unterkriegen lassen. Ich habe mich am Anfang aber selbst auch nicht als Experten gesehen. Schließlich habe ich Tourismus studiert und jetzt wollte ich als DIE Facebook Expertin wahrgenommen werden? Da gab es ganz schön viele Mind Fucks, die ich durchbrechen musste.
Vor allen Dingen auch immer wieder Zweifel, ob es der richtige Weg ist. Es war eben nicht immer leicht und vor allen Dingen verändern sich die Herausforderung mit dem Wachstum. Hat man am Anfang noch das Problem die Reichweite zu bekommen, ist es irgendwann wie die Kunden langfristig bleiben, wie das Team motiviert wird, wie die eigenen Aufgaben sich verändern, obwohl man vorher sehr happy war und sich jetzt in komplett neue Themen einarbeiten muss wie Führung.
Zum Mut, sich selbstständig zu machen:
„Ich bin ein großer Fan davon, mit einer Nebenselbstständigkeit zu starten – das gibt Sicherheit. Aber der wirkliche Durchbruch kommt oft erst, wenn man all-in geht.“
Dani: Was würdest du Frauen raten, die davon träumen, sich selbständig zu machen, aber noch zögern?
Katrin: Ich bin ein großer Fan davon, mit einer Nebenselbstständigkeit zu starten. Bau dir erst einmal Reichweite auf und verdiene dein Geld im alten Job. So habe ich es gemacht, als ich mit Online Kursen gestartet bin. Das bringt sehr viel Sicherheit und wird den richtigen Start massiv vereinfachen.
Ist man abhängig von dem Geld, steigt der Druck massiv und verkaufen fühlt sich viel schwieriger an. Es kommt vor allen Dingen dann eine Leichtigkeit rein, wenn wir es nicht aus einem Bedürfnis machen, sondern den Kunden in den Vordergrund stellen.
Nichtsdestotrotz wird der Durchbruch wahrscheinlich erst kommen, wenn du all-in gehst. Solange wir eine Safety Blanket (Sicherheitsdecke) haben, auf die wir zurückgreifen können, werden wir nie die volle Power rein. Ich habe am Anfang auf Sicherheit gespielt und bin nach 1,5 Jahren all-in gegangen. Alle Kunden wurden an einen anderen Dienstleister zu Ende Dezember übergeben und ich habe im Januar mit meinem allerersten online Kurs gestartet und habe in einem Monat so viel Umsatz gemacht, wie vorher in einem Jahr.
Dani: Wie schaffst du es, Unternehmertum, Familie und deine Abenteuerlust unter einen Hut zu bringen?
Katrin: Ich bin allein erziehende, Mama von zwei Kindern (sieben und zehn Jahre). Jedes zweite Wochenende sind die Kids für zwei Tage beim Papa und da kann ich reisen. Bekomme ich also eine Anfrage als Speakererin, schaue ich ob die Kids an dem Wochenende unterwegs sind und nur dann sage ich zu. Es passiert sehr selten, dass ich zusage, wenn die Kinder bei mir sind. Ich habe mich aber sehr bewusst dafür entschieden, in mein Dorf In Mecklenburg-Vorpommern zurückzugehen, weil dort meine Eltern leben. Ab und zu schlafen meine Kinder also auch bei Oma und Opa. Beispielsweise wenn ich mal eine Woche lang unterwegs bin nach Neckar Island* zum Milliardär Richard Branson. Die Kids lieben das natürlich und werden ordentlich verwöhnt. Manchmal nehme ich sie auch mit, wenn möglich. So nehme ich sie im Oktober eine Woche aus der Schule, um sie auf eine Mastermind Reise nach Südafrika mitzunehmen - zur Safari Lodge von Richard Branson.
Ich habe außerdem gelernt nach Hilfe zu fragen und meine Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen. Wenn es mir gut geht, geht es auch den Kindern gut. Es ist aber wie in allem ein Balanceakt. Nicht immer einfach.
*Necker Island ist eine 30 Hektar große Privatinsel in den Britischen Jungferninseln, die Sir Richard Branson gehört. Die Insel ist ein Luxusimmobilien-Resort, das von der Virgin Limited Edition betrieben wird.
Zum Unternehmertum, Familie und Abenteuerlust:
„Ich habe gelernt, nach Hilfe zu fragen und meine Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen. Denn wenn es mir gut geht, geht es auch meinen Kindern gut.“
Dani: Was wünschst du dir für die nächste Generation an Unternehmerinnen in Deutschland?
Katrin: Ich wünsche mir ein neues Unternehmerinnen Mindset. Wir Frauen machen uns oft viel zu klein. Denken zu klein und vertrauen uns selbst zu wenig. Das ist der Hauptgrund, warum ich in vielen Masterminds dabei bin, wo nur Männer teilnehmen und ich. Zum einen liebe ich es in den Austausch zu gehen und die Think Big Energie der Männer aufzusaugen und diese dann weiterzugeben an meine KundInnen. Zum anderen bringe ich auch die Männer mal zum nachdenken, dass es eben nicht nur um höher schneller weiter geht. So komme ich gerade in Master Minds mit Menschen, zu denen ich immer aufgeschaut habe, wie Jochen Schweizer, Tobias Beck, Alexander Müller, Miriam Höller und viele mehr.
Dani: Wenn du heute noch einmal ganz von vorne anfangen würdest: Was würdest du anders machen – und was genauso?
Katrin: Ich würde auf jeden Fall wieder eine klare Positionierung wählen. Das habe ich richtig falsch gemacht damals. Ich bin nämlich mit dem Bauchladen gestartet, vier Jahre lang und erst so richtig erfolgreich geworden, als ich mich auf Facebook Marketing konzentriert habe.
Ich würde wieder eine Community aufbauen und mich nicht auf Werbeanzeigen verlassen. Erst wenn ich so wirklich mein Messaging auf den Punkt bringen kann, starte ich dann mit Werbeanzeigen.
Ich würde wieder den Fokus auf den Verkauf setzen. dann eine Zeit lang hab ich mich sehr viel über Facebook Marketing weitergebildet, bis ich verstanden habe, dass ich lernen muss zu verkaufen und genug über meinen Experten Thema weiß.
Ich würde mir auch wieder eine Mentoren suchen, die schon das er erreicht hat, was ich erreichen möchte und mich von ihr anleiten lassen und alles machen, was sie mir sagt.
Dani: Super inspirierend! Danke für das Gespräch, liebe Katrin!
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Von Katrin und mir:
Ich kenne Katrin seit 2015 – unsere gemeinsame Zeit auf Social Media begann gefühlt genau zu dieser Zeit. Obwohl wir uns noch nie persönlich begegnet sind, verfolge ich ihren Weg mit großer Achtung, Respekt und Würdigung. Als Frau, Mama und Unternehmerin inspiriert sie mich immer wieder mit ihrer Kraft, ihrer Vision und ihrem unerschütterlichen Glauben an sich selbst.
Über mich:
Dieses Magazin entstand im Rahmen meiner Reichtumsforschung, der ich seit drei Jahren leidenschaftlich nachgehe. Mein Hauptbusiness jedoch liegt woanders: Ich unterstütze Frauen dabei, Gelder für ihr Business zu erhalten – von Gründungszuschüssen über Fördergelder bis hin zu günstigen Unternehmenskrediten. Ganz gleich, ob sie bereits ein Unternehmen führen, nebenberuflich starten oder noch angestellt sind – ich zeige ihnen Wege auf, wie sie finanzielle Unterstützung für ihre unternehmerischen Träume finden.